Sicherheit in Warenlagern:
Risiken erkennen, Resilienz schaffen

Die Lager- und Logistik-Branche ist zur entscheidenden Grundlage des weltweiten Handels geworden. Mit dem stark zunehmenden Onlinehandel und der steigenden Nachfrage in allen Teilen der Welt entwickelt sich die Branche in nie gesehenem Tempo. Dieses Wachstum bringt allerdings auch etliche Herausforderungen mit sich, insbesondere in der letzten Zeit mit ihrer wirtschaftlichen Unsicherheit, den volatilen geopolitischen Bedingungen und dem unerbittlichen Druck, immer schneller und zu immer geringeren Kosten zu liefern.

Dieser Druck endet nicht auf der Ebene der Unternehmensorganisation. Er setzt sich bis zum Lagerpersonal fort, das einen reibungslos laufenden Betrieb gewährleisten soll, aber gleichzeitig auf seine Gesundheit und Sicherheit achten muss. Unter solchen Stressbedingungen kann es zu Müdigkeit kommen, die Aufmerksamkeit lässt nach und die Versuchung, langwierige Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, steigt. Diese Belastung mündet häufig in stärkeren Sicherheitsrisiken, die verheerende Folgen für die Mitarbeiter und Unternehmen haben können.

Laut der European Agency for Safety and Health at Work (EU-OSHA) rangiert die Logistik und Lagerwirtschaft mit über 246.000 gemeldeten Vorfällen pro Jahr auf dem zweiten Platz aller Branchen bei Arbeitsunfällen.

Jedes Jahr sorgen diese Unfälle für schätzungsweise 18,4 Mrd. € an kombinierten Kosten aus Schadensleistungen für Arbeitnehmer, beschädigter Ausrüstung, medizinischen Ausgaben, Produktivitätsverlusten, gesetzlichen und behördlichen Ordnungsstrafen usw.

Hochrisikobereiche im Lager

In jeder Anlage gibt es umfangreiche Risiken, aber diese Bereiche bedürfen besonders hoher Aufmerksamkeit:

 

    • Verkehr, Fahrzeuge & Ausrüstung: Gabelstapler, Schubmaststapler und Lieferfahrzeuge teilen sich den Raum mit Leuten, die zu Fuß unterwegs sind. Es besteht ein ständiges Risiko von Zusammenstößen oder herunterfallenden Lasten

 

    • Regal- und Lagersysteme: Hochdichte Regalsysteme sind effizienzsteigernd, können aber gefährlich werden, wenn sie überladen, unsachgemäß installiert oder beschädigt sind.

 

    • Brand-, Chemie- und Notfallgefahren: In Lagern werden oft brennbare oder gefährliche Stoffe gelagert. Regelwerke wie die the Seveso-III-Richtlinie betonen die Notwendigkeit einer strengen Gefahrenkontrolle.

 

    • Risiken im Bereich Ergonomie & Fußverkehr: Es kommt häufig zu Stürzen, Stolperunfällen, Verletzungen bei der manuellen Handhabung und zu Zwischenfällen zwischen Fußgängern und Fahrzeugen. Dennoch fehlt es in vielen Anlagen an strukturierten Verfahren für psychosoziale und ergonomische Risiken.

Pragmatischer Sicherheitsplan für Warenlager

Wir haben eine gezielte Maßnahmenliste zur Umsetzung erstellt, um diese Risiken bereits an der Quelle anzugehen. Alle Maßnahmen dieser Liste dienen der Unterstützung der Betriebssicherheit und entsprechen den Vorkehrungen, die Gesundheits- und Sicherheitsbehörden von verantwortungsvollen Unternehmen erwarten würden.

 

    • Kartierung und Trennung von Verkehrsströmen: Planung klarer Routen für Gabelstapler/Lastwagen und getrennte Wege für Personal, das zu Fuß unterwegs ist. Blinde Flecken müssen ermittelt und durch Spiegel, Sensoren oder Barrieren entschärft werden.

 

    • Installation robuster Barrieren und Schutzgeländer: An den Enden von Regalen, in Fahrzeugbereichen, an Laderampen: Installation radbasierter Rückhaltesysteme, die auch für stark frequentierte Bereiche geeignet sind.

 

    • Klare und eindeutige Bodenmarkierungen: Verwendung haltbarer Farbcodierungen oder Tapes zur Abgrenzung von Bereichen (Fußgänger vs. Fahrzeuge) und zur Kennzeichnung von Gefahrenbereichen, Notausgängen und Verkehrsrichtungen.

 

    • Kennzeichnung von Lagersystemen und Gefahrenbereichen: Alle Regalsysteme müssen deutlich die Tragfähigkeit zeigen, Bereiche mit Chemikalien oder Gefahrstoffen müssen der CLP/REACH-Kennzeichnung genügen.

 

    • Gewährleistung regelmäßiger Inspektionen: Für alle Regale, Gabelstapler, Laderampenausrüstung, Brandbekämpfungssysteme usw. muss eine regelmäßige Überprüfung und Wartung angeordnet sein.

 

    • Kontinuierliche Schulung des Personals: Bediener, Kommissionierer und Besucher müssen von Beginn an die Gefahren der Ausrüstung, Notfallmaßnahmen und die Bedeutung der Meldung von Beinaheunfällen verstehen. Dieses Bewusstsein ist durch regelmäßige Auffrischungen zu sichern.

 

    • Nutzung von sicherheitssteigernder Technik: Sensoren zur Vermeidung von Zusammenstößen an Fahrzeugen, Echtzeitüberwachung der Laststabilität, digitale Inspektionsprotokolle und mobile Tools zur Meldung von Zwischenfällen erhöhen die Sicherheit.

 

    • Integration von Notfallbereitschaft: Es muss Übungen, Überprüfungen der Aufteilung, Brandbekämpfung, Protokolle für den Umgang mit Verschüttungen usw. geben, um sicherzustellen, dass das Warenlager nicht nur Tag für Tag funktioniert, sondern bereit für Notfälle ist.

 

    • Errichtung einer proaktiven Sicherheitskultur: Die Förderung der Meldung von Beinaheunfällen, die Einbeziehung des Personals in die Gefahrenerkennung, die Überprüfung von kleineren Vorfällen und die transparente Kommunikation über Verbesserungen sind wichtige Säulen.

 

    • Begutachtung, Benchmarking und Verbesserung: Es sind Kennzahlen (wie die Vorfallrate im Vergleich zur Norm in der Branche) zu verwenden, um Lücken zu identifizieren. Wenn beispielsweise bekannt ist, dass der Speditions- und Lagersektor zu den Branchen mit den meisten nicht tödlichen Unfällen gehört, ist dies ein Maßstab zur Verbesserung.

Durch die Betrachtung der Sicherheit als proaktiven Prozess schützen Unternehmen nicht nur ihre Mitarbeiter, sondern auch ihr Geschäft, ihren Ruf und ihren Gewinn.

Sie sind nicht allein!

Die Sicherheit in der Logistik ist eine komplexe Angelegenheit, aber sie müssen nicht alles allein bewältigen. Wir bei GMR Safety sind auf die Gefahrenbewertung in einem der gefährlichsten und oft übersehenen Bereiche jeder Anlage spezialisiert: der Laderampe. Unsere Fachkenntnisse basieren auf 30 Jahren Erfahrung mit intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Sicherheitsausrüstung. So unterstützen wir Unternehmen dabei, Unfälle beim Be- und Entladen zu reduzieren, effektive Kommunikationssysteme innerhalb und außerhalb des Lagers aufrechtzuerhalten und eine robuste Sicherheitskultur aufzubauen, der die Mitarbeiter vertrauen.

Die Zusammenarbeit mit GMR Safety bedeutet mehr als nur die Einhaltung von Vorschriften. Wenn die Laderampe ein Dreh- und Angelpunkt für Sicherheit, Effizienz und sichere Betriebsabläufe wird, ist der Schutz der Mitarbeiter, der Vermögenswerte und der unternehmerischen Leistung gewährleistet.

Wenn Sie mehr über GMR Safety und darüber erfahren möchten, wie wir Ihnen helfen können, möglichen Gefahren an Ihren Laderampen zu begegnen, wenden Sie sich noch heute an uns.